Noch im Aufbau!
Hier entsteht eine Dokumentation über das Projekt „Medizinbrücke Uganda“. Es ist eine spannende Geschichte über mutige Menschen aus dem Sudan und einem Netzwerk aus Uganda und Deutschland.

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Auf den Hilferuf …
des sudanesischen Menschenrechtsaktivisten Dr. Bushra Rahama Ende 2015 hin haben sich zwei Burgdorfer mit dem Antikriegshaus Sievershausen für ein Hilfsprojekt zusammengetan: Dr. Bushra Rahama ist der Gründer und Leiter einer Menschenrechtsorganisation (HUDO Centre), die von Uganda aus in den innerstaatlichen Kriegsgebieten des südlichen Sudan aktiv ist. Er war 2013 auf Vermittlung von Amnesty International zur Behandlung von Folterfolgen aus sudanesischer Haft in Burgdorf und Hannover und wurde von der hiesigen Amnesty-Gruppe und vielen Ehrenamtlichen betreut. Seitdem besteht ein regelmäßiger und enger Kontakt.
Aus den Kriegsgebieten des Südsudan und der DR Kongo kommen ständig Flüchtlinge in großer Zahl in die Flüchtlingssiedlungen im Norden Ugandas. Seit 2011 dauern die Kriege in den südsudanesischen Provinzen Südkordofan (Nuba Mountains) und Blue Nile und seit 2013 im Südsudan an. Diese haben u.a. einen Zusammenbruch der medizinischen Versorgung von Einheimischen und Flüchtlingen zur Folge, da Krankenhäuser und vor allem
Gesundheitsstationen in den dortigen Flüchtlingslagern gezielt zerstört
wurden. Von dort, aktuell verstärkt, und aus den Kriegsgebieten der DR Kongo
fliehen weiterhin Menschen in großer Zahl vor allem nach Uganda.
Die Personen
Der Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Dr. Eberhard
Rumpf und der Krankenpflegeausbilder Thomas Müßel (ehemaliges
Vorstandsmitglied von Amnesty Deutschland) haben die Aufgabe
übernommen, in Krankenhäusern und Arztpraxen Material und Geld für den
Transport zu sammeln. Die Organisation der Transporte erfolgt in
Zusammenarbeit mit den Vereinen ‚Antikriegshaus Sievershausen‘ und ‚Arbeit
und Dritte Welt‘ in Hildesheim.
Bisher konnten vier Transporte 2017, 2019, 2022/23 und 2024 erfolgreich
organisiert werden. Der fünfte Transport ist im Februar 2025 in Kampala angekommen. Die Verbesserung der medizinischen Versorgung mit Hilfe
der Spenden führte zur Höherstufung des „Health Centers“ in Kiryandongo im
nationalen Ranking und zieht auch Patienten aus den umgebenden Orten an.
Die Verantwortlichen vor Ort bis zur Distriktleitung haben inzwischen Vertrauen
in unsere Seriosität und bitten dringend um Fortführung der Hilfslieferungen.
Aktuell
Wir versuchen, unsere Unterstützung breiter Aufzustellen:
Austauschprogramm: Wir haben in 2025 erfolgreich ein Austauschprogramm gestartet. Dadurch wird neben den Sachspenden auch Know-how ausgetauscht, und zwar in beide Richtungen. Dieses soll durch einen Gegenbesuch im Herbst 2025 fortgesetzt werden. Für 2026 möchten wir wieder eine Gruppe an Ärzten und Pflegekräften aufstellen, die nach Uganda reisen.
Mitwirkung: Unsere Aktivitäten sind zeitaufwendig. Dank das Trägervereins Antikriegshaus Sievershausen werden wir von administrativen Tätigkeiten entlastet. Aber auch hier zeigen sich Grenzen auf. Daher benötigen wir weitere Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Oft sind es kleine Dinge, die uns helfen. Kommt auf uns zu, wenn Ihr mithelfen wollt!
Finanzen: Wir benötigen einen kontinuierlicheren Zustrom an Geldern, um die Transporte zu finanzieren und den Austausch zu unterstützen. Zugleich sind wir keine Profis in „Fundraising“. Auch hier sind wir über jede Unterstützung dankbar: sei es materiell, mit guten Ideen oder administrativ.
Bei aller Arbeit schauen wir zuversichtlich in die Zukunft. Unsere Hilfe ist sehr willkommen und unsere eigenen Evaluationen zeigen, dass sie zielgerichtet ist und wirkt. Das ermutigt uns! Wir geben Hilfe, wo sie gebraucht wird, für Menschen, die sie benötigen. Menschen, die auf diesem Planeten unsere Nachbarn sind.

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Szenen aus dem Austauschprogramm 2025
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